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Ein offenes Wort
NATURPRAXIS COBURG

EIN OFFENES WORT
Es gibt viele Gründe, sich für die Ausbildung zum Heilpraktiker/zur Heilpraktikerin zu interessieren ... und normalerweise  beginnt dann die Suche nach der jeweils richtigen Ausbildungsform.Vom Gesetzgeber gibt es keine Vorschriften, wie man  sich die nötigen Kenntnisse für die Prüfung vor dem Gesundheitsamt aneignet. Im Wust der Angebote von Teilzeit-, Voll-, Fernlehrunterricht, Selbststudium usw. findet man sich kaum zurecht und steht ziemlich alleine mit seiner Entscheidung.
Hier ein paar Tipps, die die Auswahl einer geeigneten Schule erleichtern können:

1.  Gehen Sie auf jeden Fall vor Ort!
Lernen Sie Schulleitung und Dozenten (an kleineren Schulen oft in Personalunion) persönlich kennen! Sie verbringen immerhin geraume Zeit miteinander und sollten sich zumindest halbwegs sympathisch sein. Wenn man "miteinander nicht  kann", erschwert das ein vertrauensvolles Lernklima sehr!

Fragen Sie nach einer kostenlosen Teilnahme an einer oder mehreren Unterrichtsstunden!
Wird trocken vorgelesen, werden Fragen gestellt und ausreichend beantwortet? Sie können schnell beurteilen, ob der Unterricht lebhaft und engagiert gehalten wird oder ob nur irgendwie Stoff "heruntergespult" wird.
Werden die Schüler am Unterricht beteiligt?
Gibt es die Möglichkeit, sich in der mündlichen Wiedergabe des Stoffes zu üben? Gerade hier gibt es ein grosses Manko bei vielen HP-Schülern: Sie pauken den Lernstoff und wissen im Kopf eigentlich, worum es geht .... leider sind sie jedoch nicht in der Lage, dieses Wissen "in den Mund zu nehmen". Für die Prüfung und für den späteren Umgang mit Patienten ist dies aber sehr, sehr wichtig! Wo, wenn nicht in der Schule, sollte man das am besten trainieren?
Wird der Umgang mit Prüfungsfragen geübt?
Über die schriftliche Prüfung gibt es 1001 schlimme Gerüchte! Grundsätzlich muss man mit den Fragen umgehen können und den Kern einer Frage verstehen - das muss geübt werden. Übrigens: Ein Buch mit "999 Fragen für die HP-Prüfung" durchzuarbeiten nützt garantiert nichts!
Sprechen Sie mit Mitschülern!
Sollten Sie den leisesten Verdacht haben, dass die Schüler sich nicht trauen, Ihnen ihre Meinung über die Schule und Dozenten offen mitzuteilen ... Finger weg, da stimmt was nicht! Zur Not können Sie sich ja vielleicht die Privatnummer von einem Mitschüler geben und sich dann "aufklären" lassen!
Lassen Sie sich Unterrichtsmaterialien zeigen!
Gemeint sind hier nicht schicke Unterrichtsräume mit tollen elektronischen Medien, sondern schriftliche Unterlagen (sog. Skripte), die Ihnen zum Erarbeiten, Nacharbeiten, Nachschlagen Ihres Lernstoffes dienen sollen. Wie sollten diese aussehen? Zumindest sollten es nicht einfach lieblose Kopien aus irgendwelchen Büchern sein (kommt häufiger vor, als man  denkt), denn Sie müssen damit den Lernstoff nacharbeiten, nachschlagen und logisch nachvollziehen können. Sonst können Sie gleich nur mit Büchern arbeiten und dort die entsprechenden Seiten nachlesen. Skripte sollten für Sie einen roten Faden darstellen, mit dem Sie auch nach Absolvierung Ihrer Ausbildung noch etwas anfangen können!
Wichtig ist auch die Frage, ob für Skripte Extra-Gebühren fällig werden. Diese könnten Ihre Ausbildungskosten erheblich in die Höhe treiben und dann wissen Sie noch lange nicht, ob Sie Ihr Geld für taugliche Skripte ausgeben (s. vorherigen Text). Fragen Sie auch die Mitschüler, wie gut sie mit den Skripten arbeiten können!
Lassen Sie sich Bücher empfehlen!
Eine gute Schule weiss, wie sehr man sich hier verzetteln kann! Aber so ganz ohne Bücher geht es nicht oder nur schwer!  Es gibt Schulen, die eigene Bücher herausbringen! Ob die gut oder schlecht sind, ist manchmal schwer zu sagen! Wenn Ihnen jedoch "mit Gewalt" etwas verkauft werden soll, ist Misstrauen immer ratsam! Man kann mit einigen guten Büchern, die nicht mehr als insgesamt 100 € (Neupreis) kosten, schon ganz schön weit kommen. Ansonsten: Gebrauchte Bücher  werden oft angeboten von ehemaligen Schülern im Internet.
 
Grosse Schule/kleine Schule? Grosse Klassen/kleine Klassen?
Ein wichtiger Faktor! Eine grosse Klassenstärke von bis zu 30 Leuten geht auf jeden Fall auf Kosten der Individualität. Aus eigener Erfahrung behaupte ich, dass ein Unterricht mit 8-10 Leuten optimal läuft, optimaler mit 6-8 Leuten.
Die Grösse und Bekanntheit einer Schule sagt überhaupt nichts aus über die Qualität des Unterrichts. Also nochmals: Hingehen, schauen, fragen, fragen .... und zur nächsten Schule gehen, schauen, fragen!!! Vergleichen ist das Zauberwort!
Im Internet gibt es übrigens auch jede Menge Foren, in denen man sich schlau machen kann und wo man Infos über diverse Schulerfahrungen erhalten kann
. Auch wir freuen  uns über Erfahrungsberichte und Anregungen (z.B. auf unserer Facebook-Seite). Noch mehr HP-Foren findet man bei den Suchmaschinen google, yahoo usw.

2.  Lassen Sie sich nichts vormachen!
Sie werden nicht innerhalb von nur zwei Jahren ein fertiger Heilpraktiker/eine fertige Heilpraktikerin!
Ja, natürlich - Ausnahmen gibt es! Aber normalerweise ist es anders!
Glauben Sie es nicht, wenn man Ihnen verspricht, dass Sie in 2 Jahren fertig sein und ihre Praxis eröffnen  können! Fragen Sie dazu mal HPs in Ihrem Ort (manche erzählen Ihnen gerne ihren Ausbildungsweg)! Oder fragen Sie mal die Leute, die vor kurzem die Prüfung bestanden haben, wie lange ihre Lernzeit bis dahin tatsächlich war. Eine "Schnellschuss-  Ausbildung" ist einfach nicht möglich, wenn man sich mal vor Augen hält, wie lange es alleine schon dauert, bis Sie den Lernstoff für die Prüfung so intus haben, dass Sie damit wirklich umgehen können. Geben Sie sich (und Ihrem Kopf) die  Zeit und veranschlagen Sie wenigstens zwei Jahre alleine für die Grundlagen! Egal, ob Sie sich für Voll-, Teilzeit- oder anderen Unterricht entscheiden.
Eine Schule, die Ihnen Erfolg mit einer "Ruckzuck-Ausbildung" verspricht, hat danach ja nichts mehr mit Ihnen zu tun ....
ALSO ... wen  schert es da noch, ob das Versprechen wahr wird, oder?
 
Und noch was für Leute, die glauben, ganz schnell, schnell ihre Prüfungsvorbereitung absolvieren zu können, weil Sie ja seit Jahren als Krankenschwester, -pfleger, Altenpfleger, Physiotherapeut o.ä. arbeiten und schon mal eine medizinische Ausbildung hinter sich gebracht haben: Könnten Sie nach 5, 10 oder 20 Jahren Fahrpraxis Ihren Führerschein heute noch mit ein paar Kurz-Einweisungen bestehen? Seien Sie mal ganz ehrlich zu sich selbst!
Vergessen Sie nicht: Sie lernen ja doch auf eine spezielle Prüfung hin! In der Praxis muss es mich selbst auch nicht mehr interessieren, ob der "Eingang" hinter den Gehörknöchelchen das ovale oder das runde Fenster ist, ob das mit Endo- oder Perilymphe gefüllt ist. Das  gibt es aber z.B. als Prüfungsfrage!  Und? Wissen Sie`s noch?
Als Heilpraktiker müssen Sie eigenverantwortlich diagnostizieren können - trauen Sie sich das zu?

 
Lassen Sie sich keine Parallel-Ausbildung aufschwatzen!
Als Ergänzung zum vorherigen Text: Die Prüfungsvorbereitung hat prinzipiell sehr wenig bis gar nichts mit Naturheilkunde zu tun! Sie müssen fit sein in Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie in schulmedizinischer Hinsicht! Dazu ist ein völlig anderes Denken notwendig! Geben Sie sich ausreichend Zeit, sich in den Stoff hineinzulernen, der verlangt wird. Ihre naturheilkundliche Ausbildung interessiert den Amtsarzt relativ wenig! Warum wollen Sie sich also zweigleisig belasten? Zumal Sie garantiert genug zu tun haben werden, wenn Sie den schulmedizinischen Stoff bearbeiten. Sie haben nach bestandener Prüfung noch alle Zeit der Welt, sich in Ruhe zu orientieren, welche Therapien Sie überhaupt erlernen wollen. Erfahrungsgemäß erweitert sich der Horizont während der Prüfungsvorbereitung und häufig ändern sich die Vorstellungen, mit denen man mal angetreten ist, gewaltig! Sie werden auch Kontakte knüpfen, Anregungen aufgreifen, Schlechtes von Gutem unterscheiden lernen ..... warum sich also gleich festlegen?
Vielleicht weil die Schule Rabatte gibt, wenn man gleich für eine naturheilkundliche Ausbildung mitunterschreibt?
Vergessen Sie das! Aus den vorher genannten Gründen schmeissen Sie Ihr Geld hier meist zum Fenster raus, weil Sie weder das eine noch das andere richtig und in Ruhe erlernen können! 
 
3.  Vertragsgestaltung, Vertragskündigung
In den meisten Fällen unterschreiben Sie einen Privatschulvertrag, der als Dienstvertrag nicht ordentlich kündbar ist. Ergo  ordentlich kündbar schon .... aber was ist ein ordentlicher Kündigungsgrund? Das stellen im Fall der Fälle dann meist die  Gerichte fest! Mündliche Abmachungen gelten gar nichts! Also: Überlegen Sie gut, wo, wie lange, zu welchen Konditionen und mit welchem Geldbetrag Sie sich binden!

Einige Schulen sind dazu übergegangen, Kündigungsmöglichkeiten anzubieten! Aber bevor Sie sich nur aus diesem Grunde für eine Schule entscheiden, überlegen Sie mal, warum diese es sich leisten kann, Schüler aus dem Vertrag zu entlassen! Lassen Sie uns ehrlich sein: Keine Schule arbeitet aus reiner Menschenliebe! Irgendwo muss es sich schon  rechnen!
Bei großen Schülerzahlen kann man natürlich leicht nach einem halben Jahr auf die Hälfte der Schüler verzichten. Eventuell sind auch die Kündigungsbedingungen so gestrickt, dass eine Menge des Schulgeldes trotzdem gezahlt werden muss. Also hier unbedingt genau überlegen, ob man sich letzlich nur wegen der Kündigungsmöglichkeit für eine Schule entscheidet!
Eine kleine Schule mit kleinen Schülerzahlen muss natürlich anders kalkulieren und kann nicht einfach das Risiko eingehen, am Ende mit nur noch zwei Schülern oder gar keinem Schüler mehr dazustehen.
Aber natürlich kann in zwei Jahren viel passieren und Lebensumstände ändern sich!

Bisher haben wir unseren Schülern eine Unterbrechung und Fortsetzung des Unterrichts kostenfrei gestattet, wenn ihnen schwierige Lebensumstände dies abforderten und wenn dies mit uns rechtzeitig abgesprochen wurde.
Man mag es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Schüler/innen, die versucht haben, unser Vertrauen und unsere Großzügigkeit schamlos auszunutzen. Abgesehen davon, dass solche Menschen im Heilpraktiker-Beruf, der ein gereiftes und vertrauenswürdiges Charakterbild voraussetzt, wohl kaum am richtigen Platz sind,  zwingt uns dieses Benehmen leider dazu, unser bisheriges Angebot einzustellen!  

Wir wollen unsere Schüler/innen aber weiterhin nicht im Stich lassen, wenn sie z.B. schwanger werden oder wenn andere Schwierigkeiten auftreten, die eine Unterbrechung des Unterrichts erfordern. 

Die Konditionen für einen solchen Fall der Fälle sind unserem Ausbildungsvertrag zu entnehmen!

4. ... und zum guten Schluss: 
Wer Heilpraktiker/in werden möchte, sollte sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass er/sie ein ganz neues Berufsziel anstrebt. Das kriegt man nicht geschenkt! Die Ausbildung ist anstrengend, zeitintensiv und kostet Geld! Fragt  man die "alten Hasen", dann erhält man meist die Auskunft, dass der Weg zwar schwer war, aber der-/diejenige würde nie wieder etwas anderes machen wollen! Geht mir übrigens auch so! Man muss sich vorher aber bitte selbst genau prüfen, ob  man wirklich willens und in der Lage ist, sich diesem neuen "Lebensinhalt" hinzugeben oder ob man vielleicht nur irrigen Träumen von einer "schicken  Praxisexistenz im weissen Kittel" aufsitzt!
Als HP steht man tagtäglich Menschen gegenüber, die oft - aber nicht immer - aufgeschlossene und verständige Patienten  sind, man behandelt das berühmte "alte Mütterchen", aber auch Menschen, die in verantwortungsvollen Berufen ihren  Mann/ihre Frau stehen, Kinder, manchmal auch Tiere ...,
 -  als HP schlägt man sich auch mit dem Finanzamt rum, mit Verkäufern, mit Vertretern, mit Pharmafirmen, mit Vermietern, säumigen Zahlern, Privatkassen etc. ...,
 -  als HP hat man sein Ohr am Puls der Zeit, bildet sich neben der Praxisarbeit fort, macht sich schlau ...,
 -  als HP ist manTherapeut, Zuhörer, Kaufmann/-frau, Unternehmer, evtl. Arbeitgeber und was auch immer ...
 
Auf jeden Fall wird und ist man Heilpraktiker/in nicht mal so eben nebenbei!
Eine nur versuchsweise und halbherzig begonnene Ausbildung wird auf jeden Fall im Frust enden!
 
Alle, die sich auf meinen Seiten und woanders informiert haben, die noch Fragen haben oder die in einer Heilpraktikerschulen in Coburg oder Bamberg vorbeikommen wollen, können sich gerne an mich persönlich wenden: per Telefon, im Forum oder auch per Email.
 
 Ihre
 Christina Fiut, HP
 Schulleiterin und Dozentin
 HEILPRAKTIKERSCHULE COBURG
 Heilpraktiker-Akademie Bamberg
             


Heilpraktikerschule Coburg und Praxis für Naturheilkunde | Christina Fiut, Heilpraktikerin